private Krankenversicherung
Einige Millionen Menschen können sich hierzulande zwischen der gesetzlichen Krankenversicherung, auch kurz als GKV bezeichnet, und der privaten Krankenversicherung (PKV) entscheiden. Das trifft sowohl auf Beamte, Studenten und Selbständige als auch auf Arbeitnehmer ab dem Überschreiten einer bestimmten Einkommensgrenze zu, die auch als Versicherungspflichtgrenze bezeichnet wird. Generell gibt es viele Faktoren, die sowohl bei der Entscheidung zwischen GKV und PKV als auch bei der Entscheidung für eine konkrete Krankenkasse zu berücksichtigen sind. Es ist jedenfalls nicht seriös eine Pauschalaussage in der Form zu treffen, dass die GKV oder die PKV immer die bessere Alternative wäre, sondern es muss jeweils der Einzelfall und die individuelle Situation des Versicherten betrachtet werden.
Es gibt zwei Hauptaspekte, die sicherlich für die Entscheidung ausschlaggebend sind, nämlich der Preis, also die Höhe des Beitrages, und die Leistungen. Die PKV ist generell von der Beitragsgestaltung her anders aufgebaut als die GKV. Die private Krankenversicherung legt den Beitrag vor allem aufgrund der drei Komponenten Alter des Versicherten, Gesundheitszustand und im Tarif enthaltenem Leistungspaket fest, während bei der GKV lediglich die Höhe des Einkommens ausschlaggebend für die Beitragshöhe ist. Bezüglich der Leistungen muss man sich den jeweils von der privaten Krankenversicherung angebotenen Tarif genau anschauen. Im Vergleich zu der GKV gibt es bei der PKV nämlich keinen einheitlichen Leistungskatalog, sondern die Leistungen können von Anbieter zu Anbieter und von Tarif zu Tarif völlig unterschiedlich sein.
So müssen die privaten Krankenversicherungen zum Beispiel einen so genannten Basistarif anbieten, der jedoch mitunter im Paket sogar geringere Leistungen anbietet, als der Standardtarif der GKV. Natürlich gibt es aber auch Tarife der PKV, die deutlich mehr Leistungen anbieten als der Leistungskatalog der GKV beinhaltet. Vom Beitrag her ist es in vielen Fällen so, dass sich die private Krankenversicherung vor allem für alleinstehende Personen lohnt, die darüber hinaus ein vergleichsweise hohes Einkommen besitzen. Für Versicherte mit Partner und Kindern ist der Nachteil der PKV der, dass es hier keine Familienversicherung wie bei der GKV gibt, und somit für jede Person einzeln ein Beitrag zu zahlen ist, was dann in der Summe zum Beispiel bei einem Ehepaar mit minderjährigem Kind teurer als die Familienversicherung ist.
